find ich gut
Bodenentsiegelung
Regenwasserbewirtschaftung
Schulhofumgestaltung an der Gesamtschule Essen-Holsterhausen
Partner - Emschergenossenschaft
Astrid Keune
Ich bin Diplom-Landschaftsarchitektin und habe mich durch die Fortbildungen zur Fachkraft für sanften Tourismus sowie zur Natur- und Umwelt-Pädagogin weiter spezialisiert.

Interview:

Wieso dieser Beruf?
Zu meiner Berufswahl haben mich mein Interesse an der Fotografie, an der kreativen Umsetzung von Planungen, an der Einbindung von betroffenen bzw. interessierten Menschen in Moderationsprozessen sowie an der mit allen Sinnen erfolgenden Vermittlung des nachhaltigen Umgangs mit der Umwelt bewogen.

Was sind ihre Tätigkeiten bei der Emschergenossenschaft?
Ich bin Projektleiterin in der Stabsstelle Emscher-Zukunft bei den regionalen Wasserwirtschaftsverbänden Emschergenossenschaft und Lippeverband. Ich verbinde bei dieser Tätigkeit Veranstaltungsmanagement, Landschaftsplanung/-ökologie, Umweltpädagogik, kreative Gestaltung von Printprodukten und interaktiven Medien, Moderations- und Kommunikationstechniken miteinander. Ich entwickle zusammen mit regionalen Kooperationspartnern, Pädagogen/Erziehern und Fachleuten aus unserem Hause neue regionale Lernmaterialien zu den Themen Wasser, Klimawandel und Biodiversitat für verschiedene Altersgruppen. Ich berate Pädagogen, Erzieher sowie Kinder und Jugendliche bei der Umsetzung von Wasserprojekten in der Region, akquiriere und betreue Bachpatenschaften an von uns naturnah umgestalteten Bächen, organisiere Lehrer-Fortbildungen zu Themen wie "Fließgewässer- /Auen-Ökologie" oder "Klimawandel und Wasserwirtschaft" sowie nachhaltige Bildungsprojekte wie die EmscherKids für die Sek. I oder das Theaterprojekt "Der Wasserschatz" für die Primarstufe, veröffentliche den Newsletter fließend lernen, halte zu verschiedenen Netzwerken rund um die Bildungsarbeit in der Wasserwirtschaft Kontakt und unterstütze darüber hinaus gehende besondere Aktivitäten von Bildungspartnern wie die Teilnahmen an Wettbewerben zu den Themen Wasser/Umweltschutz/Klimawandel.

Haben Sie sonstige Projekte mit Jugendgruppen schon mal durchgeführt?
Ja, ich habe für eine Buchveröffentlichung das Theaterprojekt Emschervertellerkes auf öffentlichen Plätzen und in Schulen/Vereinsheimen durchgeführt, in dessen Rahmen ein Geschichten-Wettbewerb stattfand, zudem ich Jugendgruppen aus Kirchengemeinden oder Geschichtsvereinen aus unserer Region zum Sammeln von Geschichten rund um die Emscher aufgefordert habe. Außerdem finden jährliche/r Exkursionen bzw. Lernstationsunterricht mit den EmscherKids-Gruppen aus vier weiterführenden Schulen und die jährliche Bachfeststandorganisation sowie die Lernstationsentwicklung und -betreuung durch Bachpaten-Gruppen für Grundschulkinder statt.

Wie stehen Sie zum Klimawandel?
Durch die Planung und Umsetzung unseres im September 2010 herausgegebenen Schulmaterials "Klimawandel- global und lokal" habe ich neben den bereits vorab bekannten Fakten zum globalen Klimawandel vertiefend den Einblick in die regionalen Forschungsvorhaben zum Thema Klimawandel und Wasserwirtschaft erhalten. Mein Ziel war es, mit dem Material nicht nur Wissen an Schüler und Lehrer der weiterführenden Schulen weiterzugeben, sondern die kritische Auseinandersetzung mit den in den Medien zur Verfügung stehenden Informationen zu fördern. Mit praxisorientierten Experimenten und Aufgabenstellungen werden die Schüler vor ihrer eigenen Haustür mit dem Thema Klimawandel bzw. -anpassung konfrontiert und zum aktiven Handeln angeleitet. Denn: Jeder Mensch kann etwas dazu beitragen, dass der CO2-Verbrauch gedrosselt wird, dass das Stadtklima durch nachhaltige Regenwasserversickerungsmaßnahmen auf Schulhöfen und auf Privatgrundstücken sowie die Gestaltung von offenen Wasserflächen positiv beeinflusst werden kann.

Warum ist es wichtig, dieses Thema Schülern näher zu bringen?
Ein nachhaltiges Umdenken wird in nahezu allen Lebensbereichen notwendig sein. Deshalb ist es wichtig, junge Menschen so früh wie möglich an dieses Thema heranzuführen. Die Projekte "Klimakonferenz" und "grüne welle - Regenwasserbewirtschaftung" der Gesamtschule Essen-Holsterhausen sind hervorragende Beispiele, wie theoretisches Wissen in die Praxis umgesetzt werden kann.

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